Was wäre München ohne sein Bier, ohne seine Weißwürscht, ohne seinen Frauendom oder sein Oktoberfest? Es wäre vermutlich nicht mehr München. Zu sehr stehen all diese Symbole für bayerische Gemütlichkeit und Lebensart. Eine Lebensart, zu der das Zusammensitzen und Ratschen genauso gehört wie das Kartenspiel bei einer halben Bier.

Das meint man zumindest. Denn in der Wirklichkeit sieht es oftmals anders aus, ist das Kartln in vielen Münchner Traditionsgaststätten mittlerweile verboten, wie der Münchner Merkur in seiner Online-Ausgabe berichtet. „Ein Zustand, der uns sehr traurig stimmt“, so der stellvertretende Münchner Bezirksvorsitzende Jaroslav Curlisca. „Wer für sich als Traditionswirtschaft Werbung macht, sollte auch zu den bayerischen Traditionen stehen und sie nicht verbieten.“

Daß es auch anders gehen kann, zeigt Karl-Heinz Wildmoser, ehemaliger Präsident von 1860 München und engagierter Gastwirt. Er schmunzelt im Interview mit dem Münchner Merkur nur über das Nein seiner Kollegen und sieht es als selbstverständlich an, daß in seinen Wirtschaften, dem „Hinterbrühl“ und im „Donisl“, gekartlt werden darf. „Wichtig ist, daß das Schafkopfen nicht ausstirbt.“ Auch der Wirt vom „Hofbräukeller am Wiener Platz“ sieht die Sache genauso. Neben der Sprache steht mit dem Kartln in München eine weitere Tradition auf dem Spiel, eine Tradition, die zu einem bayerischen Wirtshaus einfach dazugehört.

Die Bayernpartei München dankt deshalb allen Wirten, die zum Schafkopfen und zum Watten in ihren Lokalen stehen, für ihr vorbildliches Engagement für die bayerische Kultur. „Es würde uns sehr freuen“, so der Bezirksvorsitzende der BP München, Thomas Hummel, „wenn sich wieder mehr Wirtschaften trauen würden dem Beispiel von Karl-Heinz Wildmoser und anderen zu folgen. Denn nur eine Kultur, die gelebt wird, bleibt erhalten. Wenn eine bayerische Tradition nach der anderen verboten wird, ist München eines Tages nicht mehr München, sondern eine gesichtslose Großstadt wie jede andere in Deutschland. Und das sollten wir verhindern.“

Deshalb, liebe Wirte, sagt Ja zum Kartln und zur bayerischen Kultur! Ein kleines Eck in Ihren Lokalen ist schon ein großer Schritt zum Erhalt unserers Brauchtums.

Sind Sie auch unserer Meinung?
Dann engagieren Sie sich für Bayern und werden Sie Mitglied der BP!

Hier geht's zum Online-Mitgliedsantrag.

Kommentieren