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Was nicht auf die Plakate paßt (I)

Rauchen erlaubt!

Aus unserer Sicht soll jeder Wirt selbst entscheiden dürfen, ob und wo in seinem Lokal geraucht werden darf. Schließlich ist er es, der seine Kosten und seine Angestellten bezahlen und im Endeffekt für seinen Geschäftserfolg geradestehen muß. Raucherbereiche gab es bisher auch schon in vielen Gaststätten, weil einfach eine gewisse Nachfrage danach da war; und wer bisher das Rauchen völlig freigegeben hat, der war sich bewußt, daß er damit manchen Nichtraucher als Gast verliert. Das ist eben die bekannte „Abstimmung mit den Füßen“ oder, anders gesagt, die Marktwirtschaft. Aber wenn sich der Wirt und seine Gäste einig sind, dann soll sich der Staat nicht einmischen und seine Bürger bevormunden.

Freilich können wir das durch Landtagsgesetz verabschiedete Rauchverbot nicht im Münchner Stadtrat kippen. Aber die Umsetzung liegt bei den städtischen Behörden und wenn diese öfters mal ein Auge zudrücken, dann ist schon viel geholfen. Und wenn schon der Landtag die Raucher auf die Straße schickt, dann darf die Stadt nicht auch noch – wie bereits im Gespräch ist – Heizpilze, Pavillons und andere Annehmlichkeiten verbieten. In Bezug auf die Wiesn liegt es übrigens ganz bei der Stadt, hier eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen – man muß nur wollen.

Uns geht es nicht um die Frage „Rauchen oder nicht?“. Die meisten unserer Mitglieder sind Nichtraucher und finden es bestimmt nicht unangenehm, in einer rauchfreien Wirtschaft zu sitzen. Aber es gehört zur Liberalitas bavariae, daß man den Menschen nicht alles verbietet und sie vor sich selbst schützt. Und wer eine Kneipe oder ein Restaurant ohne blauen Dunst sucht, der findet sie auch ohne staatliche Verordnung zuhauf.